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Bericht: DGM-Fortbildung Ermüdungsverhalten metallischer Werkstoffe

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Vom 25. bis 27. Februar 2019 fand zum letzten Mal unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ (Universität Siegen – Institut für Werkstofftechnik), die Fortbildung Ermüdungsverhalten metallischer Werkstoffe statt.

Die DGM dankt Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ für sein Engagement und die Leitung der über Jahre hinweg sehr erfolgreichen Fortbildung „Ermüdungsverhalten metallischer Werkstoffe“. Prof. Christ hat damit ein Teil zum „DGM-Big-Picture“ beigetragen. Erst durch den Erkenntnistransfer – von der Wissenschaft in die Praxis – ist eine kontinuierliche inhaltliche, strukturelle und personelle Weiterentwicklung des Fachgebiets der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik möglich. Die DGM-Fortbildungen bilden hier einen wichtigen Baustein neben weiteren DGM-Veranstaltungen, wie Tagungen und Kongressen. Abgerundet wird das Gesamtportfolio durch die wertvolle Arbeit der Fachausschüsse und Arbeitskreise.

Nachbericht zur Fortbildung: Warum Werkstoffe müde werden und sich nicht erholen!

Wenn Bauteile aus Konstruktionswerkstoffen versagen, ist der Schaden oft dramatisch. Das Zugunglück von Eschede 1998 oder der Einsturz einer Brücke in Seoul (Südkorea) 1994 sind traurige und oft zitierte Beispiele, die viele Menschenleben gekostet haben. Beide Unglücke hatten ihre Ursachen in der Materialermüdung. Der Begriff Ermüdung bezeichnet hierbei eine durch zyklische Belastung hervorgerufene allmähliche Schädigung eines Bauteils, die bis zum Versagen führen kann.

An der Universität Siegen hat kürzlich zu dieser Thematik bereits zum 14. Mal eine von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde angebotene Fortbildungsveranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Jürgen Christ (Institut für Werkstofftechnik) stattgefunden. Wie meistens bei den vergangenen Durchführungen war auch diese Veranstaltung mit 24 Teilnehmern ausgebucht. Ingenieure aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Industrieunternehmen erwarben zur Verbesserung ihrer Produkte ein tieferes Verständnis der werkstoffkundlichen Vorgänge im Zusammenhang mit der Thematik Materialermüdung.

Aus den tragischen Schadensfällen haben sich unmittelbar Konsequenzen ergeben. Jedes technische Bauteil muss heute gegen Materialermüdung ausgelegt werden. Um dies sicher machen zu können und ggfs. „mit Rissen zu leben“, benötigt man detaillierte Kenntnisse zu den Ursachen der Schädigungsentstehung und -entwicklung, die in der Fortbildung am Lehrstuhl für Materialkunde und Werkstoffprüfung von Prof. Christ vermittelt wurden. Die Teilnehmer wurden dabei nicht nur mit dem erforderlichen theoretischen Wissen ausgestattet, sondern ihnen wurde auch in kleinen Gruppen im Labor die Experimentiertechnik nahegebracht und die Anwendung der Theorie veranschaulicht. So wurde beispielsweise gezeigt, wie ein Ermüdungsriss wächst und wie dieses Wachstum mathematisch beschrieben werden kann. Aus der mathematischen Gleichung ergibt sich dann sofort die Grundgleichung für die Abschätzung der Restlebensdauer.

Alle Teilnehmer äußerten sich sehr zufrieden über den erworbenen Kenntniszugewinn und den Verlauf der Fortbildungsveranstaltung. Dies ist sicherlich auch den vielen externen Experten geschuldet, die sich über die vielen Jahre hinweg als Dozenten eingebracht haben und denen ganz besonderer Dank für Ihre treue aktive Mitarbeit gilt. Zuletzt sei aber auch noch das soziale Programm als positiv wirkender Erfolgsfaktor erwähnt. So konnten die Teilnehmer der Veranstaltung zusammen mit den Durchführenden bei herrlichem Wetter in einer abendlichen Stadtführung die Siegener Altstadt von ihrer schönsten Seite erleben und anschließend einen geselligen Abend zur Vernetzung nutzen. Die so entstandenen Kontakte sind nicht nur hilfreich bei der Erledigung der beruflichen Aufgaben; sie können auch dazu beitragen, unsere Welt ein wenig sicherer zu machen.

Bei Fragen stehen wir ihnen gerne unter fortbildung@dgm.de zur Verfügung.

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